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| | 3. Verschiedene Arten der Wertpapiere | | | | | |
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Die verschiedenen Arten historischer Wertpapiere
Wie vorweg beschrieben, haben diese Wertpapiere ehemals verschiedene Rechte an Unternehmen,
Gewerkschaften (Bergbauunternehmen, nicht zu vergleichen mit den
heutigen arbeitsrechtlichen Zusammenschlüssen) oder auch Vereinen verbrieft.
Auch Forderungen gegen Staaten, Länder oder Kommunen in Form von Anleihen sind üblich.
Während ihres „echten Lebens“ haben diese Wertpapiere ihren Besitzern oft Reichtum, sehr oft aber
auch immense Verluste bereitet, sie spiegelten das Auf- und Ab der Börsen der damaligen Zeit wider,
sorgten für Freudensprünge ihrer Besitzer oder für deren wirtschaftlichen Ruin. Mit der Ungültigkeit
der Wertpapiere an der Börsen – z.B. weil das Unternehmen in den Konkurs ging, übernommen wurde oder
von den Eigentümern liquidiert wurde – gelangten diese Wertpapiere bei Sammlern zu neuen Ehren.
Oftmals erreichten sie im Sammlermarkt weit höhere Preise als ihnen je im echten Börsenleben
zugebilligt wurden.
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Der Sammler wie auch der Börsianer unterscheidet zwischen verschiedenen Wertpapiertypen:
Klicken Sie auf die Bezeichnung und eine Erläuterung zu jedem Typ öffnet sich
- Genussscheine (Eine Mischung aus Gläubiger- und Inhaberrecht).
- Rentenwerte wie Schuldverschreibungen, Obligationen, (Gold -) Anleihen, Pfandbriefe
- Kuxe (Anteile an einer Gewerkschaft, der Inhaber wurde Gewerke genannt)
- Interimsscheine (Papiere, die als Eigentumsnachweis dienten, bis die echten Aktien ausgegeben wurden)
- Optionsscheine
- Aktien, die Anteile an einer Aktiengesellschaft verbrieften und zahlenmäßig häufig vorkommen
Früher wurden auch GmbH-Anteile in Urkunden verbrieft, diese zählen ebenso zu den
Wertpapieren wie Zubußschein oder
Musteraktien/Blanketten.
Artverwandt, jedoch nicht zu den Wertpapieren gehören sonstige Urkunden, Verträge etc.,
die unter dem Begriff „Varia“ zusammengefasst sind. Hierzu zählen beispielsweise Börsenfachliteratur
vergangener Jahre, Jubiläumsschriften von Gesellschaften aber auch sonstige alte Urkunden wie
mittelalterliche Verträge, fürstliche Edikte etc. aber auch Schecks und Wechsel.
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In früheren Zeiten wurden Aktien als Finanzierungsform nicht nur für Unternehmen begeben.
Der Industrie und Kultur Verein zu Nürnberg hat sich der Förderung der Pferdezucht verschrieben und im Jahre 1832 Aktien ausgegeben. Schöne Darstellung mit Abbildung der Zuchtanstalt und Pferden.
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Auch hier ein Beispiel für nach heutigen Maßstäben eher ungewöhnliche Zwecke,
um Aktien zu begeben: Der Theater – Verein Elberfeld begab im Jahr 1871 Aktien zur Finanzierung
des Geschäftsbetriebes. Zwar schlicht gestaltet aber mit sehr schönen Originalunterschriften
trotzdem ein dekorativer Titel.
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