Historische Wertpapiere - Florian Weber - Home

Historische Wertpapiere - Florian Weber - Über uns

Historische Wertpapiere - Florian Weber - Einführung

Historische Wertpapiere - Florian Weber - Sammlertipps

Historische Wertpapiere - Florian Weber - Auktionen

Historische Wertpapiere - Florian Weber - Online Shop

Historische Wertpapiere - Florian Weber - Links

Historische Wertpapiere - Florian Weber - Kontakt

Historische Wertpapiere - Florian Weber - Literaturtipps

 
AGB's
Datenschutz
Impressum
1. Was sind historische Wertpapiere2. Was macht die Faszination aus
3. Verschiedene Arten der Wertpapiere

4. Historische Entwicklung von Wertpapieren

5. Was steht auf einem Wertpapier6. Begriffserläuterung
7. Hitlers Erbe 


 

Historische Entwicklung von Wertpapieren

1. Individuell vereinbarte Kredite

Kredite sind keine Erfindung der Neuzeit, bereits in der Bibel sind Geldwechsel und Geldverleiher erwähnt, bei orthodoxen Muslimen und lange Zeit auch bei Christen sind solche Geldgeschäfte jedoch bis heute unerwünscht.

Bei den Muslimen ist der Zins (Riba = Überfluss, Vermehrung) verboten, denn die Zinswirtschaft tötet im Menschen die Gefühle der Barmherzigkeit und Güte. Es ist deshalb erlaubt, eigenes Vermögen zum Zwecke der Geldvermehrung auszuleihen.
Der Prophet Muhammad verdammte den, der Zins nimmt, und den, der Zins bezahlt und den, der (einen solchen Vertrag) zu Papier bringt, und die beiden Zeugen (davon), und er sagte: „Sie sind alle (in der Sünde) gleich.“
In Europa führte das Zinsverbot für Christen gerade im ausgehenden Mittelalter dazu, dass sich die jüdischen Mitbürger auf Grund der gegen sie bestehenden rassistischen Verbote zur Ausübung anderer Berufe, dem Geldverleih zuwandten. Jüdische Mitbürger dienten der restlichen Bevölkerung daraufhin erst recht als Ursache für alle möglichen Leiden der Zeit - von Dürrezeiten angefangen bis hin zur Pest.
Solche Naturereignisse waren oft willkommener Anlass, Juden zu ermorden, sich deren Besitz anzueignen und – als „angenehmer Nebeneffekt“ – die Schuldscheine und sonstigen Nachweise von Kreditgeschäften zu vernichten.
Man hat sich also zunächst bei Juden Geld geliehen und sie dann häufig – oftmals von den Stadtautoritäten befürwortet oder zumindest geduldet – umgebracht.


Vorläufer der modernen Zahlungsarten – ein Kreditbrief aus Italien der Banco delle due Sicilie. Gegen Vorlage dieser Urkunde konnte Zahlung in Barmitteln verlangt werden. Dekorativer Druck aus dem 18. Jahrhundert und bis Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa gebräuchlich.

Diese Schuldscheine beurkundeten privatrechtliche Vereinbarungen zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber, sie waren oft auf Pergament oder Tierleder geschrieben und mit wunderschönen Wachssiegeln versehen. Zins – und Tilgungsvereinbarungen waren ebenso individuell vereinbar wie die ausgeliehenen Summen, die effektiv – also zu den damaligen Zeiten in Münzen verschiedener Währungen – ausgezahlt wurden. Das verursachte oft lange und beschwerliche Reisen der Geldverleiher mit vollen, Münztruhen auf klapprigen Pferdewagen zu den Kreditnehmern. Dieser Umstand sorgte neben der Materialknappheit zur Münzherstellung dafür, dass Papiergeld – lange Jahre nachdem Chinesen schon Papiergeld hatten – auch in Europa eingeführt wurde (Literaturtipp : „Der Mann der das Geld erfand“, über John Law, der Papiergeld in Europa einführte und Begründer der legendären Mississippi-Gesellschaft war).
 
    2. Italienische Vorreiter der Aktiengesellschaften:
"Loca Montium"